Über mich

Ich wurde im Jahr 1975 in Suhl geboren. Meine Kindheit verbrachte ich in Zella-Mehlis. Ich besuchte dort die Magnus Poser Schule bis zur 8. Klasse. Schon in der Schulzeit interessierte ich mich für Elektronik und Computer und machte meine ersten Erfahrungen mit den Schulcomputern vom Typ KC 85/1 (der mit der Resettaste direkt auf der Tastatur, die mich viele Nerven gekostet hat) und KC 85/3. Irgendwann konnte ich dann einen Z 1013 mein Eigen nennen, auf dem ich programmieren in Basic lernte, und wie man über dessen Erweiterungsport eigene Hardware bauen und ansteuern konnte.

Ab der 9. Klasse besuchte ich dann die Spezialklasse mathematisch- naturwissenschaftlich- technischer Richtung an der Goetheschule Ilmenau und war unter der Woche dort im Internat untergebracht. Dort beschäftigte ich mich viel mit Physik, Mathematik, Elektronik und Informatik und lernte die Programmiersprache Pascal am A 5105. Nach einem Jahr kam dann die Wende und mit der Wende auch die ersten Rechner aus westlicher Produktion. An der Schule standen einige 286er mit 2 Diskettenlaufwerken und Hercules Grafik zur Verfügung.

Nach meinem Abitur begann ich ein Informatik-Studium an der TU Ilmenau. Parallel ging es auch gerade mit dem Internet los, natürlich noch langsam per Modem und später ISDN. Etwa zu dieser Zeit machte ich meine ersten Versuche mit dem Betriebssystem Linux. Einfach aus dem Grund, weil man unter Linux viel tiefer in die Funktionsweise einzelner Programme Einblick nehmen konnte und auch vieles möglich war, was mit einem Windows nicht ging. Beispielsweise waren zu dieser Zeit Router noch gar nicht erfunden, aber mit einem Linux-Rechner konnte man sich einen solchen bauen, der Internet gleichzeitig an mehrere Rechner verteilt. Dass das Ding dann irgendwann auch noch einen NNTP Server zum Zwischenspeichern von News, einen Mailserver, der Mails per fetchmail die Mails nachts holte und per procmail gleich sortierte und einen wwwoffle Proxy zum zeitgesteuerten abrufen und speichern von Webseiten enthielt, war den Telekom-Tarifen für die Internetnutzung geschuldet. Es war zwar „nur“ Ortstarif bei einer Verbindung über den Einwahlpunkt der Uni, aber die Telefonrechnung kam trotzdem regelmäßig im A4 Umschlag.

Nachdem ich 2 Semester studiert hatte, wollte dann erstmal der Staat seinen Tribut und ich wurde nach Ebern zum Grundwehrdienst eingezogen. Später wurde ich dann nach Veitshöchheim bei Würzburg versetzt.

Nach 10 + 2 Monaten Dienst an der Waffe konnte ich dann mein Studium fortsetzen und spezialisierte mich im Hauptstudium im Bereich Hardware / Rechnerarchitektur. Wobei ich in der Diplomarbeit dann aber ein eher praktisches Problem bearbeitet und gelöst habe, ein Single-Sign-On mit verschiedenen Clients (Linux, Solaris, Windows) an einem zentralen Accountmanagement zu realisieren.

Während des Studiums entstand einiges an Software in Delphi, entweder weil ich diese selbst brauchte oder auch in Zusammenarbeit mit Anderen entwickelte. Um diese Software anderen zur Verfügung zu stellen und noch die eine oder andere Mark nebenbei zu verdienen, meldete ich ein Gewerbe an und Vertrieb die Software als Shareware. Teile davon können im Archiv der Webseite heruntergeladen werden.

Im folgenden arbeitete ich weiter an der Uni im Bereich Informatik, für lange Zeit in DAAD-Projekten zum Austausch mit Russland. Dort ging es vor allem um die Entwicklung mehrsprachiger, interaktiver Lehrmaterialien, die per Internet oder als Offline-Version genutzt werden konnten, auf der Basis von Java Applets bzw. Anwendungen. Darauf aufbauend entwickelte ich eine Lösung zum Datenaustausch von Lehrmaterialien über verschiedene eigene Peer-to-Peer Protokolle und zentrale Repositories als Erweiterung des LCMS ILIAS im Rahmen meiner Promotion. Während dieses Programms bot sich mir auch die Möglichkeit, eine Blockvorlesung am Moskauer Energetischen Institut zu halten. Als absehbar wurde, dass die Projekte nicht verlängert werden, wechselte ich dann auf eine unbefristete Stelle ins Universitätsrechenzentrum und widme mich dort der Administration der Speichersysteme und des Storage Netzes. Bald darauf folgte Planung, Einrichtung und aktuell noch Administration des Cloud-Dienstes der TU Ilmenau auf der Basis von Nextcloud.

Das Gewerbe läuft nebenbei weiter, wobei aber der Vertrieb von Shareware heute keine Rolle mehr spielt. Nach keinem kurzem Versuch mit Android habe ich mich heute auf Auftragsentwicklung von kleineren Anwendungen sowie Plugins für Onlineanwendungen spezialisiert.

Meine Kenntnisse von Programmiersprachen und Anwendungs-APIs wurden während der Zeit immer umfangreicher. Während ich mit Basic und Z80 Assembler begonnen habe, folgten im Laufe der Zeit Pascal (später Object Pascal in Delphi/Lazarus), Bash-Scripte, Perl (CGI), Java, PHP, SQL, x86 Assembler, C, C++, Javascript, und etwas Python. Ich bin mit den APIs von WordPress / Woocommerce, Moodle, ILIAS, Typo3 und Nextcloud/Owncloud sowie mit dem Laravel-Framework vertraut.

Während ich privat meine erste Hardware noch auf Basis von TTL/CMOS Logik-ICs diskret aufgebaut habe und ggf. über den Computer (Z1013, PC Parallelport) gesteuert habe, habe ich auch hier die Vorteile der Mikrocontroller schnell schätzen gelernt und im Folgenden einige Schaltung auf Basis der AVR Mikrocontroller gebaut. Später wurde das mit Arduino & Raspberry PI wesentlich einfacher.